Frühjahrszeit = Heuschnupfenzeit

19.04.2013
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Nach langem Warten hat nun endlich der Frühling begonnen. Was die einen mit Freude erwartet haben, läutet für andere den Beginn einer Leidenszeit ein. Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, steigt die Zahl der umherfliegenden Pollen drastisch an. Knapp jeder dritte erwachsene Bundesbürger und jedes fünfte Kind leidet unter der durch Pollen hervorgerufenen allergischen Rhinitis, auch Heuschnupfen oder Pollinose genannt. Darunter versteht man die allergisch bedingte Entzündung der Nasenschleimhaut, oft begleitet von weiteren Erkrankungen der Atemwege, wie Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und Asthma. Symptome können sein: Niesen, Juckreiz (Pruritus), fließende Nase (Sekretion) und Verstopfen der Nase, Bindehautentzündung der Augen (Konjunktivitis) mit Augentränen, -jucken und –schwellung sowie Rötung der Augen und Lichtempfindlichkeit, Husten und Atemnot. Die Beeinträchtigung der Lebensqualität reicht von Schlafstörungen mit begleitender Tagesmüdigkeit bis hin zur Herabsetzung der Konzentrations- und Lernfähigkeit.

In den letzten Jahren ist ein deutlicher Anstieg an Neuerkrankungen unter Allergien zu beobachten. Dies ist unter anderem zurückzuführen auf übertriebene Hygiene  im häuslichen Bereich, die Steigerung der Aggressivität von Allergenen durch Schadstoffe, sowie durch veränderte Lebensgewohnheiten. Studien haben ergeben, dass Kinder in Deutschland die auf dem Lande mit Tieren und Blüten aufwachsen, deutlich seltener unter Allergien leiden.

Laut Pollenflugvorhersage für das Jahr 2013 beginnt der Pollenflug ab Mitte April mit den Frühblühern Hasel, Erle und Birke. Ab Mai finden sich vermehrt die Roggen- und Gräserpollen, bevor ab Juli die Beifußpollen und ab August die Pollen des beifußblättrigen Traubenkrauts (Ambrosia, wilder Hanf) hinzukommen.

Die allergische Rhinitis ist eine chronische Erkrankung, deren Verlauf aber unter einer adäquaten (angepassten) Therapie gestoppt und oft sogar geheilt werden kann. Zur Therapieauswahl stehen zum einen die Pharmakotherapie, deren Ziel die Behandlung der Symptome mit akut wirksamen Arzneimitteln ist, oder aber die Möglichkeit einer spezifischen Immuntherapie mit dem Ziel der langfristigen Ausschaltung der allergischen Reaktion (Hyposensibilisierung).

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben oder eine Beratung zur Therapie bei bestehenden Beschwerden wünschen, können Sie sich gerne an uns wenden.

 


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